Rheuma

Rheumatoide Arthritis

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird oft eine Gelenksabnutzung (=Arthrose) als „Rheuma“ bezeichnet. Auf dieser Seite wird jedoch das „echte Rheuma“, medizinisch die „rheumatoide Arthritis“, beschrieben. Das „echte Rheuma“ ist etwas völlig anderes als ein Arthrose. Das echte Rheuma ist keine Folge einer Abnutzung, sondern einer Entzündung von Sehnen und Gelenken, und kann sich auch schon in jungen Jahren zeigen.

Das echte Rheuma (die rheumatoide Arthritis) ist eine meist erblich bedingte Erkrankung, die über Jahre zu schweren Schäden an Sehnen und Gelenken führen kann. Oft lässt sich dies durch moderne Medikamente (Basistherapeutika, „Biologics“) aufhalten.

Des Öfteren sind jedoch Operationen zur Vorsorge und zur Behandlung eingetretener Schäden erforderlich. Die speziellen Gewebsverhältnisse, Krankheitsverläufe und Gefahren bei rheumatoider Arthritis erfordern bei Arzt und Operateur ein spezielles Wissen.

Indikationen

Sehnen- und Gelenkschwellungen im Bereich der Hand und des Handgelenks, die durch eine rheumatoide Arthritis oder eine ähnliche Erkrankung (z. B. Psoriasis-Arthropathie, Lupus erythematodes mit Gelenkbeteiligung u. a.) hervorgerufen sind und nicht auf Medikamente ansprechen. Spätfolgen einer rheumatischen Gelenkerkrankung, rheumatisch bedingte Arthrosen oder Fehlstellungen.

Methoden

  • Gewebsentnahme zur mikroskopischen Untersuchung bei rheumaverdächtigen Gelenk- oder Sehnenerkrankungen
  • Synovektomie (Entfernung der entzündeten Gelenk-Schleimhaut oder des entzündeten Sehnen-Gleitgewebes) in frühen Stadien, bei Befall des Handgelenks auch mittels Gelenkspiegelung (Arthroskopie)
  • Entfernung von Rheumaknoten
  • Knochen- und Gelenkkorrekturen in Spätfällen, künstlicher Ersatz der Fingergrundgelenke
  • Handgelenks-Korrekturen, die einen Teil der Beweglichkeit erhalten
  • Vorsorge-Operationen zur Vermeidung von Sehnenrissen
  • Sehnen-Ersatz-Operationen bei eingetretenen Sehnenrissen

Bei nachgewiesener rheumatoider Arthritis ist meist eine medikamentöse antirheumatische Basistherapie erforderlich, die von einem Rheumatologen begonnen und überwacht wird. Operationen bei rheumatoider Arthritis erfolgen meist in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Rheumatologen.

Leistungen

Dr. med. Mathias Wolf hat in einer Spezialklinik 20 Jahre lang grosse Erfahrung im Umgang mit rheumatischen Erkrankungen erworben und kennt zahlreiche Operationsmethoden. Bei rheumatisch bedingten Operationen ist oft ein stationärer Aufenthalt von ca. 2 Tagen erforderlich. Kleine Operationen können ambulant erfolgen.